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 Beschreibung Sprint, MD und Long-Trail Rennen

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BeitragThema: Beschreibung Sprint, MD und Long-Trail Rennen   Sa Mai 12, 2012 10:50 pm

Sprint-Rennen

Die Sprintrennen sind in Deutschland die populärste Art der Rennen. Ein Rennen besteht in der Regel immer aus zwei Wertungsläufen an zwei Renntagen. Ausnahmen sind hier lediglich Meisterschaften, die an drei Renntagen mit drei Wertungsläufen ausgetragen werden. Die Rennen stehen unter der sportlichen Leitung eines Rennleiters, der konsequent auf die Einhaltung der Rennregeln achtet und für den ordnungsgemäßen Ablauf des Rennens verantwortlich ist. Die Startreihenfolge des ersten Tages ergibt sich aus der Aufstellung der vorgegebenen Startliste und vollzieht sich in einem zuvor festgelegten Takt (In der Regel ist das ein 2- Minuten-Abstand) . Das Ergebnis des ersten Wertungslaufes, bei dem sich die Teilnehmer mit ihren Teams im wahrsten Sinne des Wortes ein Rennen liefern, bildet dann die Grundlage für die Startliste des zweiten Wertungslaufes am Folgetag. Hier startet dann jeweils das zeitschnellste Gespann der einzelnen Kategorien als Erster, der Zweitschnellste als Zweiter u.s.w.....
Beide Wertungsläufe ergeben dann in ihrer zeitlichen Aufrechnung den Sieger und die Platzierten in den jeweiligen Kategorien. Die Traillänge beträgt bei Sprintrennen 6 bis 20km und ist für alle Klassen gleich (Abweichungen bzw. Besonderheiten sind in den jeweiligen Rennausschreibungen festgehalten). Bei Meisterschaften gelten folgende Streckenlängen. Kategorien C1 und C2: 7-9 km; Kategorien B1,B2 und S: 10-12 km; Kategorie A: 16-18 km; Kategorie 0: 20-24 km.

Sprintrennen unterteilen sich in die nachfolgende Wertungs - Kategorien:

S oder Skandinavier
Die Skandinavierklasse wird mit einem, max. drei Hunden gefahren.
Der Hund/die Hunde wird / werden zwischen den Zugstangen eingespannt und zieht dabei einen wannenförmigen, kleinen flachen Schlitten aus Holz oder Kunststoff, die sogenannte Pulka. Der Musher ist an einer Leine, die an der Pulka befestigt wird, mit seinem Team verbunden und läuft mit Langlaufski hinterher. In der Version der Wagenrennen läuft der Musher natürlich ohne Ski , dafür aber im Stile eines Marathonläufers, hinter seinem Gespann her.
Die Pulka hat dabei ein vorgeschriebenes Wettkampfgewicht und wird mit 15kg pro Hund bei den Rüden und 10kg pro Hund bei den Hündinnen belastet.
Die Wertung in dieser Kategorie erfolgt getrennt nach Damen und Herren.

SJ oder Ski-Jöring
Die Kategorie Ski-Jöring unterscheidet sich im Wesentlichen von der Kategorie Skandinavier dahingehend, das nur mit einem Hund gestartet wird und ohne Pulka gefahren wird. Der Musher ist auf seinen Langlaufski direkt mit dem Geschirr des Hundes verbunden. (Bei Wagenrennen wird diese Kategorie eher selten ausgetragen, sie findet in abgewandelter Form ihre Anwendung bei der sportlichen Betätigung mit den älteren Hunde [Happy Dog])

Velo
Die sogenannte Fahrrad - Klasse, die aus Gründen der Sicherheit nur bei Wagenrennen ausgetragen wird. Da ein einheitliches Regelwerk bislang noch nicht vorliegt, werden die Bedingungen zur Austragung dieser Kategorie (mit oder ohne dem Einsatz der Pulka, gesperrte Fahrradkette o.a.) vom ausrichtenden Sportverein bzw. dem verantwortlichen Rennleiter festgelegt.

C1 und C2
In dieser Kategorie laufen 2 bis 4 Hunde vor dem Schlitten oder Wagen. Es ist die zahlenmäßig am stärksten vertretene Kategorie bei Rennveranstaltungen. Ein solches Gespann ist auf Grund seiner Größe gut zu beherrschen. Viele Musher sammeln in dieser Klasse erst einmal ihre Erfahrungen, bevor sie auf größere Gespanne umsteigen.
Der Unterschied zwischen der Bezeichnung "C1" und der "C2" besteht darin, das in der "C1" ausschließlich Siberian Huskys laufen. Sie sind wendiger und schneller als die drei anderen Schlittenhunderassen und werden auf Grund dieses anatomischen Vorteils gesondert gewertet. Demnach finden sich in der Bezeichnung "C2" die Samojeden, Grönländer und Alaskan Malamuten wieder, die hier als reine aber auch gemischte Gespanne starten dürfen.

B1 und B2
In dieser Kategorie laufen 5 oder 6 Hunde vor dem Schlitten oder Wagen . Hier dürfen maximal 2 Hunde am zweiten Wertungstag aus dem Team genommen werden, um mit der Mindestzahl von 4 Hunden einen gültigen Lauf zu absolvieren.
Bei der Bezeichnung "B1" und "B2" siehe "C1"...hier erfolgt gleichfalls eine Differenzierung innerhalb der Schlittenhunderassen.
Die Fahrt mit einem B-Gespann ist gegenüber der C-Klasse deutlich anspruchsvoller - ab dieser Größenordnung sollte das Team an eiserne Disziplin gewöhnt sein um jeder Zeit die volle Kontrolle über das Gespann zu haben.

A1 und A2
In dieser Kategorie laufen 7 oder 8 Hunde vor dem Schlitten oder Wagen. Auch hier dürfen maximal 2 Hunde am zweiten Wertungstag aus dem Team genommen werden, um mit der Mindestzahl von 6 Hunden einen gültigen Lauf zu absolvieren.
Strenge Disziplin und sehr gute Leithunde sind in dieser Kategorie ein absolutes "Muss", da diese Gespanne schon auf Grund der Anzahl der Hunde, bereits über eine beachtliche Länge verfügen. An unübersichtlichen Stellen sind es hier die Leithunde, die bei plötzlichen Ereignissen selbstständig reagieren müssen, bevor der Musher das Problem überhaupt erkennen kann.
Bei der Bezeichnung "A1" und "A2" siehe wieder "C1"... allerdings sind Gespanne in der Kategorie "A2" äußerst selten. Die Ursachen liegen ausschließlich in den artspezifischen Besonderheiten von Samojeden, Alaskan Malamuten und Grönländern, die in einer solchen Größenordnung nur selten den erforderlichen "Teamgeist" zeigen. So wird man auch in Zukunft nur den "geselligen" Siberian Husky als Schlittenhund von großen Gespannen antreffen.

Kategorie O
Diese Kategorie ist ohne Zweifel die Königsklasse im Schlittenhundesport. In dieser Kategorie laufen mindestens 9 Hunde vor dem Schlitten oder Wagen. Hier darf maximal 1 Hund am zweiten Wertungstag aus dem Team genommen werden, um mit der Mindestzahl von 8 Hunden einen gültigen Lauf zu absolvieren.
Offene Gespanne trifft man in der Regel in einer Teamgröße von zehn bis 14 Hunden an .Um die Anzahl der Hunde prozentual verstärkt, treffen hier die gleichen Erfordernisse hinsichtlich strenger Disziplin und Führigkeit der Gespanne zu, wie sie in der Kategorie A erforderlich sind.

Happy Dog
Diese Kategorie ist den alten Hunde vorbehalten. Der Wille zum Laufen ist bei den betagten Vierbeiner immer noch vorhanden, aber sie können das hohe Tempo der Jüngeren im Gespann nicht mehr mithalten. Ein Gespann wird dann als Happy Dog Team gewertet, wenn mindestens die Hälfte der Hunde das achte Lebensjahr vollendet hat.



Middle Distance (MD)
MD-Rennen werden, wie die Sprintrennen, in zwei bzw. drei Läufen ausgetragen. Die Länge eines Laufes beträgt dabei ca.30-40km und ist für alle Klassen gleich. Die Rennregeln schreiben bei diesen Rennen die Mitnahme einer Notfallausrüstung vor. Der Inhalt dieser Ausrüstung ist in den Regeln festgeschrieben und reicht von div. Leinen, der warmen Wechselkleidung bis zum Sani-Kasten für Mensch und Tier. Die Einteilung der Rennklassen hängt davon ab, nach welchen Rennregeln das Rennen ausgetragen wird. Bei den AGSD-Rennregeln besteht die gleiche Klasseneinteilung wie für die o.g. Sprintrennen, nach WSA-Regeln ergeben sich folgenden neuen Klassifizierungen.

Kategorie DS
Diese Bezeichnung gilt für die Pulkaklasse der Middle Distance. Gestartet wird mit einem, bis max. drei Hunden. In dieser Kategorie werden alle 4 Schlittenhunderassen gemeinsam gewertet.

Kategorie DI
In dieser Klasse dürfen Gespanne mit 3 oder 4 Hunden starten. Die Wertung erfolgt getrennt nach Siberian Husky und den drei anderen Schlittenhunderassen.

Kategorie DII
In dieser Klasse dürfen Gespanne mit 5 bis 7 Hunden starten. Die Wertung erfolgt auch hier getrennt zwischen Siberian Husky und den anderen drei Schlittenhunderassen.

Kategorie DO
In dieser Klasse dürfen Gespanne mit 8 und mehr Hunden starten. Die Wertung erfolgt auch hier getrennt zwischen Siberian Husky und den anderen drei Schlittenhunderassen.

Tour
Die Tour ist eine Besonderheit der sportliche Betätigung für Mensch und Tier, die neben dem MD-Rennen angeboten wird. Die Teilnahme erfolgt ohne Zeitnahme und dient in der Regel als individuelles Trainings für das Team. Auflagen und Bestimmungen im Sinne der Rennregeln gibt es bei der Tour nicht.



Longtrail (LT)
Als Longtrail Rennen weltweit bekannt sind die Schlittenhunderennen in Alaska und Kanada und hier ganz besonders das Iditarod und das Yukon Quest Rennen. In Europa haben sich das Alpirod und die Trans-Thüringia Rennen einen Namen gemacht. Zu erwähnen wäre in diesem Abschnitt auch die Rennen um den Iron Sleddog Man ( Neukirchen am Großvenediger, Destne im Adlergebirge und Innerkrems) Hier handelt es sich in der Langstreckenszene um 3 recht populäre Rennen.
Longtrail-Rennen erfordern ein besonderes Training von Hund und Musher, denn bei diesen Rennen sind große Ausdauerfähigkeiten eine notwendige Voraussetzung zur Teilnahme. Da es meist Rennen weit über 100 km sind, werden sie in unseren Regionen eher selten ausgetragen, zumal der zeitliche Rahmen eines solchen Rennens deutlich über dem der anderen Varianten der Schlittenhunderennen liegt. In der Praxis können solche Rennen von einigen Tagen bis zu über einer Woche andauern. Hier ist die mitzuführende Ausrüstung wesentlich umfangreicher als bei den MD-Rennen. (neben der Notfallausrüstung werden hier zusätzlich ein Biwak-Zelt, der Schlafsack, Futter und Wasser für die Hunde, Kocher etc. auf dem Schlitten mitgeführt) . Alle vier Schlittenhunderassen können gemeinsam in einer Kategorie fahren. Unterschieden werden die Kategorien lediglich nur durch die Anzahl der eingesetzten Hunde im Gespann.


Quelleangaben : Lausitzer Sportverein reinrassiger Schlittenhunde

_________________
Andre & Sonja mit Rudel

Wolf +Lumpi
www.fire-alb-huskys.de
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http://www.fire-alb-huskys.de
 
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